Die ungarische Choreografin und Performancekünstlerin Eszter Salamon entwickelte zusammen mit Komponisten der elektronischen Musik ein Science-Fiction-Musical. Wie kann man seinen Körper loswerden? Kann man ihn für eine Weile verlassen? Wie lange kann man außerhalb seiner selbst bleiben… ohne sich vollständig zu verlieren? Die Produktion untersuchte eine Welt ohne menschliche Körper. Vier Geschichten entfalteten vier Situationen, in denen Menschen der Vergangenheit angehören: Körper verwandelns sich in Schaum oder werden eins mit der Landschaft, bis sie zu buntem Staub zerfallen.
Eszter Salamons Stück nahm die Besucher mit auf eine Reise durch Regionen sinnlicher Greifbarkeit; jede Region war eine dynamische Komposition aus Stimmen, Klang, Licht und Raum. Die gewohnte Hierarchie der Sinne wurde ausgehebelt: das Hören überwog das Sehen und den Blick.
Ausgangspunkt des Stückes war die Frage, wie die Zukunft aus den Bedingungen der Gegenwart heraus gedacht werden kann. Durch das Zusammenwirken von Imagination und Empfindung sollte ein theatraler und poetischer Reflexionsraum entstehen, in dem der Zuschauer sich selbst als konstitutiven Teil der Performance erlebt.

Künstlerische Leitung: Eszter Salamon
Konzept und Dramaturgie: Eszter Salamon (H) und Bojana Cvejic (RS)
Musikkomposition: Cédric Dambrain, Terre Thaemlitz
Musikrecherche und -dramaturgie: Berno Odo Polzer
Vocal coach: David Helbich
Bühnen - und Lichtdesign: Sylvie Garot
Tondesign: Peter Böhm
Technische Leitung: Yann Le Hérissé
Sprecher: Polina Akhmetzyanova, Sasa Asentic, Ragna Aurich, Joanna Bailie, Patricia Barakat, Eleanor Bauer, Bérengère Bodin, Marcus Doverud, David Helbich, Gérald Kurdian, Chrysa Parkinson, Jan Ritsema, Michael Schmid, Tracee Westmoreland u.a.
Produktion, Organisation: Marianne Cosserat, extrapole/Agnès Henry, Alexandra Wellensiek
Koproduktion: Choreographisches Zentrum NRW - Pact Zollverein (Essen), Ircam, (Paris), Kaaitheater (Brüssel), Internationales Tanzfest-Tanz im August 2011 (Berlin), Kampnagel (Hamburg), Les Subsistances (Lyon), Steirischer Herbst (Graz), Les Spectacles Vivants-Le Centre Pompidou (Paris), KunstenfestivaldesArts (Brüssel).

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