Der Leipziger Thomanerchor, weltweit einer der ältesten und berühmtesten Knabenchöre, feierte 2012 seinen 800. Geburtstag. Die Reputation des Thomanerchors gründet sich vor allem auf Johann Sebastian Bachs Wirken als Thomaskantor (1723–1750). Viele seiner Chorwerke brachte der Thomanerchor erstmals zur Aufführung. Bis heute ist das Repertoire des Thomanerchors dem Erbe Bachs stark verpflichtet. Die überragenden Qualitäten des Thomanerchors haben aber auch in den folgenden Jahrhunderten Maßstäbe gesetzt und Impulse geliefert für spätere Kompositionen und Interpretationen. Die Stadt Leipzig belebte die Tradition der Uraufführungen mit fünf Aufträgen an international renommierte Komponisten, deren neue Werke im Laufe des Jubiläumsjahres in der Thomaskirche uraufgeführt wurden. Die neuen Festmusiken für Knabenchor sollten ganz bewusst in Anlehnung an die Tradition zu herausragenden Ereignissen des Kirchenjahres aufgeführt werden und sich auch in ihrer Dauer von 20 bis 30 Minuten an den Gepflogenheiten der Bach-Kantaten orientieren. Die fünf Auftragskompositionen wurden im Rahmen des Festjahrs 2012 an Ostern, Pfingsten, zum Reformationsfest und an Weihnachten sowie beschließend zu Epiphanias 2013 jeweils im liturgischen Rahmen des Festgottesdienstes uraufgeführt und regulär im Rahmen der traditionellen wöchentlichen Motette in der Thomaskirche wiederholt.

Als Basis und Impuls gebendes Werk erklang zu Epiphanias 2012 die sechste Kantate des „Weihnachts-Oratoriums“ BWV 248 von Johann Sebastian Bach.

Künstlerische Leitung: Dettloff Schwerdtfeger, Christoph Wolff, Elmar Weingarten. Komponisten: Georg Christoph Biller, Brett Dean (AU), Hans Werner Henze, Heinz Holliger u.a.

Kon­takt

Stiftung Bach-Archiv Leipzig

Thomaskirchhof 16
04109 Leipzig
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