KulturDivers

Der Podcast zu Kultur und Diversität

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Projektbeschreibung

Seit 2018 unterstützt die Kulturstiftung des Bundes mit dem Förderprogramm 360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft spartenübergreifend bundesweit 39 Kultureinrichtungen (externer Link, öffnet neues Fenster) dabei, ihre Häuser diversitätsorientiert zu öffnen. Im Fokus stehen die Bereiche Personal, Publikum und Programm.

Mit dem Podcast KulturDivers – Der Podcast zu Kultur und Diversität begibt sich die Journalistin und Diversity-Trainerin Sou-Yen Kim in den 360°-Maschinenraum und spricht mit Akteurinnen aus den geförderten Institutionen. Aus erster Hand berichten Programmverantwortliche und Diversitätsagentinnen aus Museen, Theatern, Bibliotheken und anderen Kultureinrichtungen über die Öffnungsprozesse in ihren Häusern. Sie erzählen von Rückschlägen und Erfolgserlebnissen und geben Tipps, welche Voraussetzungen sowohl in den Einrichtungen als auch bei den kulturpolitischen Trägern erfüllt sein müssen, damit die Institutionen nachhaltig diverser werden.

Episode 1: Was hat Diversität mit Kulturinstitutionen zu tun?

Die erste Folge widmet sich der Frage, welche Bedeutung Diversität für Kultureinrichtungen hat. Die Politikwissenschaftlerin und Diversity-Expertin Emilia Roig erläutert, dass der Begriff nicht nur ein Synonym für Vielfalt ist, sondern auch auf Diskriminierungsstrukturen hinweist, die überwunden werden müssen. Außerdem berichtet die künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, Hortensia Völckers, über Hintergründe und die Entstehungsgeschichte von 360° (externer Link, öffnet neues Fenster).

Episode 2: Was bedeutet Diversität für die Personalstruktur?

Diversitätsorientierte Öffnung bedeutet die Initiierung von Veränderungsprozessen, die unter anderem in der Personalstruktur sowie in der Teamdynamik spürbar werden. Ob die Change-Prozesse erfolgreich sind oder stocken, hängt auch von den Beteiligten im Haus ab. In der zweiten Episode von KulturDivers erzählen Danilo Vetter, Fachbereichsleiter der Stadtbibliothek Berlin-Pankow, und Leslie Kuo, Diversitätsagentin der Stadtbibliothek, über ihre Zusammenarbeit bei der diversitätsorientierten Öffnung, über Best-Practices und Hürden, die es zu bewältigen gilt.  

Episode 3: Balance zwischen musealem Auftrag und den Ansprüchen eines diversen Ausstellungsteams

Das Hamburger Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt – kurz: MARKK – zeigt aktuell die Ausstellung „Hey Hamburg, kennst Du Duala Manga Bell?“, die sich mit der deutsch-kamerunischen Kolonialgeschichte beschäftigt. Um bei diesem komplexen Thema so viele Perspektiven wie möglich einfließen zu lassen, setzte sich nicht nur das Ausstellungsteam vielfältig zusammen, sondern es waren unter anderem auch Black Communitys außerhalb des musealen Kontexts dazu eingeladen, ihre Sichtweisen einzubringen. Dass es angesichts dieser Perspektivenvielfalt allerdings auch zu Reibungen kommen kann, ist kaum überraschend. In dieser Folge sprechen Suy Lan Hopmann, Diversitätsagentin und Kuratorin der Ausstellung, und die Direktorin des MARKK, Barbara Plankensteiner, über ihre Erfahrungen und Learnings aus dem Prozess.

Episode 4: Auf der Suche nach dem diversen Publikum

Kultur ist für alle da. Aber gestalten Kultureinrichtungen ihre Programme wirklich so, dass sich alle angesprochen fühlen? Welche Schritte muss eine Kultureinrichtung gehen, wenn sie Zugang und Teilhabe für alle ermöglichen will? Und wie gelingt der Spagat zwischen niedrigen Schwellen und hohem Anspruch?Das Nationaltheater Mannheim stellt sich dieser Aufgabe, indem es mit geschärftem Blick unter anderem das Kulturverständnis, das bis heute tradiert und gelebt wird, in Frage stellt. Die größte Herausforderung für den Schauspiel-Intendanten Christian Holtzhauer und die Diversitätsagentin Sophie Kara ist es, Barrieren abzubauen und gleichzeitig ein anspruchsvolles Angebot zu machen, mit dem ein möglichst vielseitiges Publikum erreicht wird.

Episode 5: Diversitätsagent*innen mit einem Auftrag

Insgesamt 39 Kultureinrichtungen bundesweit haben sich im Programm 360° auf den Weg gemacht, ihre Häuser diversitätsorientiert zu öffnen. Unterstützt werden sie dabei von Diversitätsagent*innen. Eine Mammutaufgabe, bei der es neben der Veränderung von Personalstrukturen und der Neugestaltung von Programmen auch darum geht, neue Kommunikationswege zu etablieren, Netzwerke in der Stadtgesellschaft zu bilden und Kooperationen einzugehen. Angesichts der vielfältigen Aufgabenbereiche kann es hilfreich sein, die Diversitätsprozesse auf mehrere Schultern zu verteilen, so wie bei Cornelia Reichel und Moutaz Zafer. Sie arbeiten im Tandem als Diversitätsbeauftragte am Deutschen Hygiene-Museum Dresden und berichten, wie der Öffnungsprozess an ihrer Institution abläuft.

Kontakt

Anna Zosik

360° – Fonds für Kulturen der neuen StadtgesellschaftKulturstiftung des BundesFranckeplatz 206110 Halle an der Saale
Tel: 49 (0)345 2997 153Fax: 49 (0)345 2997 333E-Mail an Anna Zosik