Ein Blick in die Spielpläne der Theater belegt es nachdrücklich - die Dramen Schillers und ihre Helden haben auch heute an Aufmerksamkeit und Interesse nichts verloren. Doch nicht für Regisseure allein bieten Schillers Dramen Heraus-forderungen und Anreiz zu produktiver Auseinandersetzung, auch Autoren haben Anstöße, die von seinen Dramen ausgehen, aufgenommen, oder auch kritisch distanziert in eigenen Werken umgesetzt.
Die Stiftung Weimarer Klassik wird - 200 Jahre nach Schillers Tod am 9. Mai 1805 - seine Dramen und ihre Helden in einer Ausstellung aufgreifen und ihre Aneignung und Umsetzung durch Autoren und Regisseure in den zurückliegenden Jahren vorstellen. Sieben Dramen - "Die Räuber", "Fiesko", "Don Carlos", "Wallenstein", "Maria Stuart", "Die Jungfrau von Orleans" und "Wilhelm Tell" - stehen in dieser Ausstellung unter dem Titel "Die Wahrheit hält Gericht - Schillers Helden heute" im Mittelpunkt. Sie wird Schillers Reaktion auf die Zeitenwende um 1800 und ebenso die Deutung seiner Helden in einer durch Wandel und der Suche nach Neuorientierung bestimmten Gegenwart darstellen.

9.5. - 10.10.05 Schillermuseum Weimar

Kon­takt

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