2011 jährte sich die Aufnahme offizieller Beziehungen zwischen Deutschland und Japan zum 150. Mal. Im Jahr 1861 unterzeichneten beide Länder nach ersten diplomatischen Kontakten einen Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag, der den Auftakt bildete für eine intensive Zusammenarbeit in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Ergebnisse dieses deutsch-japanischen Austausches, insbesondere der deutsche Einfluss beim Aufbau eines modernen Japans, sind noch heute in vielen Bereichen sichtbar: von der japanischen Staatsverfassung und Rechtswissenschaft über die Natur- und Geisteswissenschaften bis hin zur Musik und Kunst.

Die Curt-Engelhorn-Stiftung zeigte eine Gesamtschau über die deutsch-japanischen Beziehungen, die in den Reiss-Engelhorn-Museen in Mannheim zu sehen war. In Themenblöcken widmete sich die Ausstellung Teilbereichen aus Wissenschaft und Politik. Ein weiterer Schwerpunkt war die Präsentation von Werken zeitgenössischer Künstler beider Länder. Die Ausstellung richtete nicht nur den Blick in die Vergangenheit, sondern untersuchte ebenso die gegenwärtigen bilateralen Beziehungen und gemeinsamen zukünftigen Vorhaben. Thematisiert wurden auch die Demokratisierungsprozesse beider Länder nach dem Zweiten Weltkrieg, ihr Umgang mit der totalitären politischen Vergangenheit und ihre Rolle in der Weltengemeinschaft heute.

Künstlerische Leitung: Peter Pantzer
Künstler/innen: Higashiyama Kaii (J), Mitsumasa Anno (J), Jörg Schmeisser

Kon­takt

Curt-Engelhorn-Stiftung für die Reiss-Engelhorn-Museen
Dr. Susanne Wichert

C4, 8
68159 Mannheim
www.rem-mannheim.de