Das Literaturhaus Stuttgart widmete seinen internationalen literarischen Kongress dem Themenkomplex Herkunft. Mit künstlerischen und wissenschaftlichen Mitteln wurden interdisziplinär und multiperspektivisch „Herkunftsfragen“ behandelt, in denen sich soziale Schichtungen, kulturelle und ethnische Markierungen aber auch Geschlechterordnungen und Altersstrukturen verschränken: Wie lassen sich eingeübte, zumeist stereotype Zuschreibungssysteme durchlässiger gestalten? Wie kann man die Vielfalt unterschiedlichster Herkünfte in eine positiv besetzte Heterogenität überführen? Wie stellen wir trotz Distinktionen Gemeinschaften her?
In diskursiven und performativen Formaten sollte ausgelotet werden, welche Funktionen Kunst und Kultur übernehmen können und über welche Instrumente sie verfügen, um populistischen Zuschreibungen und Vereinfachungen mit inkludierenden Zukunftsvisionen zu begegnen. In der Überzeugung, der Sprache von Hass und Gewalt erfolgreich eine andere – eine Sprache der Kunst – entgegensetzen zu können, die hinreichend Potenzial für Neugestaltung in sich birgt, sollte ein unvoreingenommener Blick auf „Herkunftssachen“ geworfen werden.

Künstlerische Leitung: Stefanie Stegmann, Kateryna Stetsevych (UA), Katarina Berg (CS)
Mitwirkende: Mutherem Aras (TR), Björn Bicker, Sighard Neckel, Ulrich Peltzer, Philipp Schönthaler

  • Termine

    13.10. –
    15.10.2017

    Kongress & partizipatorische Module

    Literaturhaus und Öffentlicher Raum | Stuttgart

Kon­takt

Literaturhaus Stuttgart

Breitscheidstraße 4
70174 Stuttgart

www.literaturhaus-stuttgart.de