Literaturarchive konservieren auf vielerlei Weise Spuren, die Autoren ebenso wie ihre literarischen Figuren hinterlassen: in Form von Bildmaterialien oder Totenmasken etwa und nicht zuletzt natürlich in Form von Texten. Mit der experimentellen Ausstellung „Literatur bewegt“ möchte die Literaturwissenschaftlerin Heike Gfrereis einen neuen Weg für die Gattung Literaturausstellung einschlagen und arbeitet dazu mit Künstlern und Programmierern zusammen.

Zum Auftakt stehen Spuren aus den ersten drei Jahrzehnten des literarischen Kabaretts im Mittelpunkt. Exponate aus den Nachlässen von u.a. Christian Morgenstern, Otto Julius Bierbaum, Joachim Ringelnatz, Kurt Tucholsky und Erich Kästner werden im Laufe der Ausstellung um Leihgaben aus anderen Archiven ergänzt sowie in einen größeren Kontext gestellt: eine Geschichte des Lachens in der Literatur - und im Archiv. Wie, wann, über was lacht man in einer Ausstellung? Und was geschieht, wenn die Grenze zwischen Bühne, Konzertraum und Museum überschritten wird?

Das Festival #Wahlverwandtschaften, das das Deutsche Literaturarchiv Marbach mit den Ludwigsburger Schlossfestspielen Ende Mai/ Anfang Juni 2019 veranstaltet, ist Teil der Ausstellung.

Künstlerische Leitung: Heike Gfrereis, Sandra Richter
Künstler/innen und Wissenschaftler/innen: Tanya Blaich (US), Steffen Bogen, Gabriel Kahane (US), Christoph Israel, Sebastian Padó, Stephan Schwan, Alexander Schwarz, Peer Trilcke, Thomas Wördehoff

  • Termine

    19.05. –
    18.08.2019

    Ausstellung

    Lachen. Kabarett

    Literaturmuseum der Moderne | Marbach

Kon­takt

Deutsches Literaturarchiv Marbach

Schillerhöhe 8-10
71672 Marbach am Neckar

www.dla-marbach.de