Wozu Kunst? Hat Schönheit einen Zweck? Welchen Raum braucht Kunst? Haben Bilder eine Wahrheit? Wer sich mit Bildender Kunst auseinander setzt, stößt unweigerlich auf Fragen wie diese. Für das Verstehen von Kunst stellen sie eine unabdingbare Voraussetzung dar, wenngleich sie im alltäglichen Ausstellungsgeschehen oft nur bedingt angesprochen werden können. Die institutionelle Kunstvermittlung durch eine vertiefende und verständliche Klärung dieser und weiterer Kernfragen der Kunstphilosophie zu unterstützen, stand daher im Mittelpunkt des bundesweiten Netzwerkprojekts Philosophie:Kunst 2009-2011, das die Kulturstiftung des Bundes gemeinsam mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (Lehrstuhl für Philosophie IV, Prof. Julian Nida-Rümelin) zwischen Herbst 2009 und Sommer 2011 in Zusammenarbeit mit fünf Museen in Deutschland veranstaltete.


Neues Museum in Nürnberg

Erster musealer Kooperationspartner war das Neue Museum in Nürnberg. Hier eröffnete das Gesamtprojekt am 22. Oktober 2009. Im Mittelpunkt der monatlich bis Februar 2010 stattfindenden Vortragsreihe "Kunst und Design im Spannungsfeld zwischen ästhetischen Werten und bloßem Zweck" standen philosophische und designtheoretische Fragestellungen im Kontext der bedeutenden Sammlungen für freie und angewandte Kunst, die das Nürnberger Museumskonzept in weithin einmaliger räumlicher und inhaltlicher Verflechtung präsentiert.


Sprengel Museum Hannover

Als Kooperationspartner für die Tagung "Kontextarchitektur: Museumsarchitektur zwischen Funktion und Repräsentation" am 27. März 2010 wurde das Sprengel Museum Hannover gewonnen, das mit seinem weltberühmtem Merzbau sowie mit der derzeit geplanten Erweiterung des Museums Gelegenheit bot, an Kurt Schwitters Definition von Kunst als Prozess und sozialem Erfahrungsraum anzuknüpfen.
 

Staatliches Museum Schwerin

Mit einer Tagung am 13. Juni 2010 lud das Staatliche Museum Schwerin zur Diskussion der Frage "Hat das Original etwas, was selbst die beste Kopie nicht besitzt?" ein. Gemeinsam mit Philosophen, Kunstwissenschaftlern, Ausstellungsmachern und Juristen sollte nach den wesentlichen Unterschieden zwischen Original und Kopie gesucht werden.
 

Villa Stuck München
 
In der Münchner Villa Stuck folgte im Januar 2011 ein Symposium zu dem übergeordneten Themenkomplex Kunst in den Medien. Im Mittelpunkt standen Fragen nach geeigneten Kriterien der Interpretation und der Aufgabe medialer Kunstvermittlung.


Kunstmuseum Bonn

Der für Sommer 2011 angesetzte fünfte Veranstaltungszyklus in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bonn diskutierte den Wirklichkeitsbezug verschiedener Bildmedien im Kontext einer umfassenden Fotografie-Ausstellung. Er bildete zugleich den Abschluss des zweijährigen Kooperationsprojekts. 


Projektverantwortliche:
Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin und Prof. Dr. Jakob Steinbrenner
Lehrstuhl für Philosophie IV, Ludwig-Maximilians-Universität München

Pu­bli­ka­ti­ons­rei­he im Hat­je Cantz Ver­lag

Zu der Veranstaltungsreihe Philosophie:Kunst 2009-2011 erscheint im Hatje Cantz Verlag eine 5-bändige Publikation. Jeder Band dokumentiert je eine Veranstaltungsreihe in einem der Museen mit dem jeweiligen Schwerpunkt Design, Architektur, Original und Fälschung, Kunstvermittlung und Fotografie.

www.hatjecantz.de

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