Schiller: Vorbild, Gegenbild, Provokation

Kein deutscher Klassiker ist so umstritten wie Friedrich Schiller. Als Inbegriff des Nationaldichters wird er seit zwei Jahrhunderten ebenso gefeiert wie verachtet. In vielerlei Hinsicht ist er tatsächlich ein National-Autor geblieben: der Dichter einer Nation, die ihn in ihrer wechselvollen Geschichte immer wieder zur weltlichen Heiligenfigur erhoben hat.
Der Frage nach dem »Fall Schiller« geht eine Autorentagung im Deutschen Literaturarchiv mit dem Titel »Schiller: Vorbild, Gegenbild, Provokation?« nach. Das Archiv bittet renommierte Schriftsteller, ihr Verhältnis zu Schiller zu klären und über seine Bedeutung für ihr eigenes Schaffen nachzudenken. Ihre Teilnahme bereits zugesagt haben Marlene Streeruwitz, Ludwig Harig und Sibylle Lewitscharoff.
Schillers karges Leben, seine auf dem Theater inszenierte Größensehnsucht, das Pathos seiner Ästhetik, die Radikalität seines aufklärerischen Denkens sollen neu kommentiert werden.
Die Tagung findet am 20.11.2005 in Marbach statt.

Kontakt

Schiller-Nationalmuseum – Deutsches Literaturarchiv

Dr. Jan Bürger

Schillerhöhe 8-10

71672 Marbach am Neckar

Telefon: 07144 / 848-0