Im Rahmen des von der Kulturstiftung des Bundes geförderten Projektes „Leben mit der Erinnerung“ wurden seit 2008 im Berliner Holocaust-Mahnmal Videoaufzeichnungen von über tausend Interviews mit Überlebenden präsentiert, in denen diese von ihren Erlebnissen vor, während und nach ihrer Verfolgung durch die Nationalsozialisten erzählen. Dieses Archiv wurde nun um vierzig neue Interviews mit einigen der letzten Zeitzeugen ergänzt, die in den großen ehemaligen jüdischen Gemeinden Ost- und Ostmitteleuropas den Holocaust überlebt haben. Die inhaltliche und technische Durchführung des Projektes orientierte sich an der etablierten Methodik des Fortunoff Video Archive for Holocaust Testimonies der Universität Yale. Unmittelbar nach der Aufnahme wurden die Interviews archiviert und in historiografischer, pädagogischer und textanalytischer Hinsicht ausgewertet. Ziel des Archivs ist weniger, Geschichte lückenlos zu dokumentieren, als vielmehr individuelle Erfahrungen und Erinnerungen zu vermitteln. Die Interviews stehen allen Interessierten am Ort der Information zur Verfügung.

Projekttzeitraum: 2011 - 2014

Wissenschaftliche Leitung: Daniel Baranowski
Kurator/innen: Ruth Oelze, Gaby Zürn, Barbara Kurowska (PL)
Die Interviewpartner stammen aus jüdischen Gemeinden der Städte Breslau, Czernowitz, Königsberg (Kaliningrad), Kowno (Kaunas), Krakau, Lemberg, Lodz, Prag, Pressburg (Bratislava) und Riga.

Kon­takt

Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas

Georgenstraße 23

10963 Berlin

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