Human Microphones, Blockadecamps, Nachbarschaftsversammlungen – Real-Democracy-Aktivisten und Künstler haben in den letzten Jahren neue Arten des (sich) Versammelns entwickelt. Der Kongress „The Art of Being Many” untersuchte das neue Demokratieverständnis und seine Arten des Versammelns. Es ging um die Kunst, viele zu sein, um The Art of Being Many: Ende September kamen Aktivisten, Künstler und Forscher aus aller Welt auf Kampnagel in Hamburg zusammen, um Techniken und Ästhetiken, Strategien und Theorien des Versammelns zu teilen, zu diskutieren und zu erproben. Über 100 Mitwirkende bereiteten den Kongress in Arbeitsgruppen vor und wurden von den Initiatoren des Projekts sowie von Künstler/innen und Forscher/innen unterstützt: Was sind die Materialitäten, die Sounds, die Affekte, die Fiktionen, die Blockaden und Katastrophen aktueller Versammlungskultur? Für den Kongress bauten Künstler einen Versammlungsort für 400 Personen. Die Teilnehmer konnten Techniken und Ästhetik, Strategien und Theorien des Versammelns erproben, wohingegen die Delegierten mit Reenactments, Interventionen, Experimenten und Aufrufen konkrete Einblicke in die Dynamik, Performance und Konflikte aktueller Versammlungskultur gaben. Der Kongress stand für alle offen, die Erfahrungen aus Versammlungen teilen. Die Erkenntnisse werden in einer gemeinsamen Publikation festgehalten.

Künstlerische Leitung: geheimagentur
Wissenschaftliche Leitung: Vassilis Tsianos
Künstler/innen: Graduiertenkolleg Versammlung und Teilhabe, Embros Theater Athen (G), Gängeviertel Hamburg, Ligna, MegafonChor, metroZones, Mobile Akademie, Turbo Pascal u.v.a.

Weitere Infos zum Projekt:

the-art-of-being-many.net

Kon­takt

geheimagentur GbR

c/o Fundus Theater

Hasselbrookstraße 25

22089 Hamburg