Bei diesem Literaturfestival drehte sich alles um die literarische Übersetzung. Es versuchte die Übersetzung als künstlerischen Prozess erfahrbar zu machen und zu zeigen, welche Rolle die Individualität des Übersetzers, seine biografischen Hintergründe und die kulturellen Kontexte bei der literarischen Übersetzung spielen. In sechs unterschiedlichen Formaten und unter Beteiligung von sechs Sprachen sollte der Vorgang des Übersetzens transparent gemacht werden. Übersetzer/innen aus Krakau, Freiburg, Tübingen, Ljubljana, Prag und Berlin trafen sich an Orten, die in besonderer Weise dem kulturellen Austausch in Europa verbunden sind, sei es als Drehscheibe zwischen Ost und West wie Krakau, sei es als Tor nach West- und Südeuropa wie Freiburg oder als Ort transkultureller Verflechtungen wie Berlin und Prag. An all diesen Orten fanden zu den Stichworten „Gelesenes“, „Gespieltes“, Getauschtes“, „Gescheitertes“, „Gekreuztes“, „Gesucht und gefunden“ Veranstaltungen statt, die das Übersetzen analytisch, künstlerisch und interaktiv in Szene setzten. Das Projekt bot einem breiten Publikum die Möglichkeit, interaktiv am kreativen Schaffensprozess des Übersetzens mitzuwirken, das Fachpublikum lernte neue Aspekte der Kulturvermittlung kennen und erhielt Anregungen für die eigene Arbeit.

Künstlerische Leitung: Claudia Dathe
Autor/innen: Yoko Tawada, Amalija Macek (SI), Ulrike Sandig, Dževad Karahasan (BA)
Musiker/innen: Serhij Zhadan (UA); Performance: Nora Gomringer, Kateryna Babkina (UA)
Literarische Übersetzer/innen: Esther Kinsky, Andrzej Kopacki (PL), Frank Günther

Kon­takt

Slavisches Seminar der Universität Tübingen

Prof. Dr. Schamma Schahadat

Wilhelmstraße 50

72074 Tübingen