Die Stadt Altenburg in unmittelbarer Nähe zu Leipzig ist ein weitgehend unbekanntes architektonisches Juwel unter den deutschen Kleinstädten. Die Entwicklung Altenburgs in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde im Lindenau-Museum, einem der kulturellen Leuchttürme im Blaubuch national bedeutsamer Kultureinrichtungen in Ostdeutschland, in einer multimedialen Ausstellung so präsentiert, dass am Beispiel dieses Ortes aus der ostdeutschen Provinz Prozesse nachvollzogen werden können, die sich überall in Europa abgespielt haben könnten. Die jüngere Geschichte dieser Stadt ist eine Geschichte ihrer wirtschaftlichen, sozialen, demographischen, kulturellen Verluste - vergangener, gegenwärtiger und noch zu erwartender -, die Strategien des Widerstands, der Kompensation und der Bewahrung herausfordern. Die Kuratoren unternahmen mit bildenden Künstlern, Wissenschaftlern und Schriftstellern eine Untersuchung von Licht- und Schattenbezirken dieser Stadt und setzten sie in den Kontext europäischer Entwicklungen. Die Bürger der Stadt wurden in das Projekt gezielt miteinbezogen.

Kuratoren: Jutta Penndorf, Matthias Flügge, Wolfgang Kil
Künstler und Autoren: Gerhard Altenbourg, Marius Babias, Laura Horelli, Marta DoehlerBehzadi / Iris Reuther, Aymeric Fouquez, Moritz Götze, Annett Gröschner / Arwed Messmer, Ivan Kafka, Walter Libuda, Ulrich Lindner, Wiebke Loeper, Maix Mayer, Olaf Nicolai, niko31, Osmar Osten (Bodo Münzner), Dan Perjovschi, Markus Raetz, Wolfram A. Scheffler, Peter Schnürpel, Strawalde, Andreas Ullrich, Norbert Wartig, Olaf Wegewitz, Ulrich Wüst;

Weitere Veranstaltungsorte und -zeitraum:  
Kunstmuseum Olten (CH), ab März 2008

Kon­takt

Lindenau-Museum Altenburg

Gabelentzstraße 5

04600 Altenburg

www.lindenau-museum.de