„Hier entsteht die neue Architektur.“ Dieser 1927 formulierte programmatische Satz dokumentiert den Gestaltungswillen der Brüder Heinz (1902 – 1996) und Bodo (1903 – 1995) Rasch, die mit ihren visionären Ideen und Entwürfen in Architektur und Design zu den Pionieren der Klassischen Moderne gehören. Zwischen 1926 und 1930 beschäftigten sie sich mit Möbeldesign, schwebenden Architekturen und urbanistischen Raumvisionen und schufen ein vitales Werk. Im Zentrum ihrer kühnen Ideen standen Grafik, Typografie, Möbelentwürfe aber auch Architektur. Vor allem ihre Hängehäuser, modularen Architekturen und pneumatischen Strukturen gaben wichtige Impulse für die Architektur und das Design des 20. Jahrhunderts und dennoch sind die Brüder Rasch bis heute wenig bekannt. Das Ausstellungsprojekt „Der entfesselte Blick“ stellte ihr Werk vor und zeichnete anhand von architektonischen Modellen, Briefen, Plänen und historischen Fotografien die Arbeit an einzelnen Werkkomplexen wie z.B. der Stuttgarter Weißenhofsiedlung nach. Modelle und Zeichnungen u.a. von Norman Foster, Coop Himmelb(l)au und Haus-Rucker-Co sowie beispielhafte Projektmodelle junger Architektenbüros wie Studio James & Mau und NL Architects verdeutlichten die Entwicklungslinien und Bezüge zwischen dem „Neuen Bauen“ der Brüder Rasch und der Architektur der Gegenwart. Darüber hinaus entwickelten zeitgenössische Künstler/innen Rauminterventionen, die mit den Werken und Visionen der Brüder Rasch in einen Dialog traten.

Künstlerische Leitung: Roland Nachtigäller
Künstler/innen: Michael Beutler, Luka Fineisen, Erika Hock (KG), Ernesto Neto (BR), Martin Pfeifle
Architekt/innen: Heinz Rasch, Bodo Rasch, Archigram (GB), Coop Himmelb(l)au (AT), Francois Dallegret (FR), Luc Deleu & T.O.P. office (BE), Egon Eiermann (DE), Norman Foster (GB), Bertrand Goldberg (US), Nicholas Grimshaw (GB), Haus-Rucker-Co (AT), Michael Hopkins (GB), Kengo Kuma (JP), Kisho Kurokawa (JP), NL Architects (NL), Cedric Price (GB), Richard Rogers, Rogers Stirk Harbour & Partners (GB), Antonio Stinco, Karl Schwanzer (AT), Spillmann Echsle Architekten (CH), Studio D'Urbino Lomazzi (ES/IT), Studio James & Mau (ES).

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Marta Herford

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