Vierzig Jahre nach 1968 trug diese kulturhistorische Ausstellung zu einer Kontextualisierung der Ereignisse des "kurzen Sommers" 1968 bei und reflektierte zugleich die Werte und Einstellungen der 68er und den von ihnen initiierten Wandel in der Gesellschaft. Die Kuratoren gehörten einer jüngeren, in den siebziger Jahren geborenen Generation an. Sie konnten die verschiedenen Aufbrüche von 1968 explizit aus der Perspektive der Nachgeborenen betrachten. Neben der Auseinandersetzung mit der (nationalsozialistischen) Vergangenheit und den politischen Zielen der 68er thematisierten die Kuratoren auch Phänomene der Alltagskultur und Fragen nach einer anderen Lebensführung. Im Zentrum der Ausstellung befand sich die so genannte "Spießerhölle", eine Installation, die einen Blick auf die Insignien der elterlichen Kleinbürgerlichkeit ermöglichte, von der sich die 68er absetzen wollten.

Künstlerische Leitung: Jan Gerchow
Kuratoren: Andreas Schwab (CH), Beate Schappach (CH), Manuel Gogos

Kon­takt

Historisches Museum Frankfurt am Main

Saalgasse 19

60311 Frankfurt / M.