Die Liste der „Gottbegnadeten“

Künstler des Nationalsozialismus in der Bundesrepublik

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Projektbeschreibung

In einer breit angelegten Ausstellung untersucht das Deutsche Historische Museum erstmals die fließenden Übergänge zwischen der Kunst des Nationalsozialismus und der Nachkriegsjahrzehnte. Die Nachkriegskarrieren renommierter Künstler der NS-Zeit und insbesondere die daran anknüpfenden Fragen nach den personellen Kontinuitäten in akademischen und städtischen Milieus, spielen bisher in der Kunstgeschichtsschreibung kaum eine Rolle. Doch bis auf wenige Ausnahmen lebten und arbeiteten hochrangige Künstler des Nationalsozialismus wie Arno Breker, Hermann Kaspar, Willy Meller, Werner Peiner, Richard Scheibe und Adolf Wamper auch nach 1945 in der Bundesrepublik. Sie übernahmen Lehrtätigkeiten, beteiligten sich an Preisverleihungen und Wettbewerben, erhielten Aufträge aus Politik und Wirtschaft und produzierten vielfach Kunst im öffentlichen Raum.

Die Ausstellung des Deutschen Historischen Museums nimmt nun erstmals die Nachkriegskarrieren sogenannter gottbegnadeter bildender Künstler, deren Rezeption und die damit verbundene Kontinuität einer antimodernen Kunstauffassung in den Blick. Begleitend zur Ausstellung „Die politische Geschichte der documenta“ (AT) differenziert sie das Bild eines radikalen ästhetischen Neuanfangs in der Bundesrepublik, mit dem sich Kultur und Politik öffentlich schmückten.

Kurator: Wolfgang Brauneis

Documenta. Politik und Kunst

18.6.2021 – 9.1.2022

Eine weitere Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin untersucht die Geschichte der documenta im Kontext der politischen, kulturgeschichtlichen und gesellschaftsgeschichtlichen Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Termine

  • 27. August, 2021 bis 5. Dezember, 2021: Ausstellung

    Deutsches Historisches Museum, Berlin

Kontakt

Deutsches Historisches Museum

Unter den Linden 2
10117 Berlin

www.dhm.de (externer Link, öffnet neues Fenster)