Anlässlich ihres 250-jährigen Bestehens rückte die Dresdner Hochschule für Bildende Künste (HfBK) mit ihrem Ausstellungsprojekt die fast in Vergessenheit geratenen Objekte der hochschuleigenen, vor allem anatomischen Sammlungen in ein neues Licht. Tradierte museale Ordnungen sollten kritisch hinterfragt und Konzepte für alternative Präsentationsformen entwickelt werden, die jenseits einer bloßen Rekonstruktion der ursprünglichen barocken Ordnung angesiedelt sind. Der international renommierte US-amerikanische Künstler Mark Dion war eingeladen, die Depots der Sammlungen zu durchforschen und ihre Objekte an neuen Orten in Dresden zu inszenieren.
Aus den Expeditionen in die sonst unsichtbaren Speicher entstand an drei Ausstellungsorten – dem Grünen Gewölbe, dem Albertinum und den hochschuleigenen Ausstellungsräumen im Oktogon – ein Laboratorium der Kunst. Die Räume der Institutionen wurden in eine „Akademie der Dinge“ verwandelt und die Geschichten der Objekte aus einer künstlerischen Perspektive neu erzählt.
Ein umfangreiches Rahmen- und Vermittlungsprogramm mit Kuratorenführungen und Gesprächen mit internationalen Gästen begleitete das Projekt, im November 2014 und Januar 2015 fanden dazu zwei Konferenzen statt. Zur Ausstellung von Mark Dion erschienen eine Publikation und eine Edition des Künstlers.

Künstlerische Leitung: Dietmar Rübel
Künstler/innen, Kurator/innen, Autor/innen: Mark Dion (US), Hartwig Fischer, Matthias Flügge, Susanne Greinke, Petra Lange-Berndt, Ivo Mohrmann, Dirk Syndram

Kon­takt

Hochschule für Bildende Künste Dresden

Güntzstraße 34

01307 Dresden

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