In seiner Entwicklungsgeschichte ist der Mensch beim homo technicus angekommen – Technik berührt heute alle Lebensbereiche. Sind wir auf dem Weg zum „Technoself“? Ist es für den Menschen tatsächlich charakteristisch, dass er unaufhaltsam seine Umwelt und sich selbst technisiert? Und wie rezipiert und reflektiert die Kunst Technik und Technologien? Das interdisziplinäre Ausstellungsprojekt „Möglichkeit Mensch“ verband die Sphären Kunst und Technik und untersuchte das Verhältnis von Körper und Apparatur.
Die Ausstellung thematisierte die Höhenforschung mit dem Ballon seit dem 19. Jahrhundert und verdeutlichte das Bestreben des Menschen, sogar lebensfeindliche Räume zu erschließen. Weiterhin beschäftigten sich 16 internationale Künstler/innen mit dem „Digital Native“, der seinen Körper als Möglichkeitsraum entdeckt: Vom DNA-Spray über die stilisierte Beinprothese bis hin zu implantierten Sensoren oder Chips. Die hier gezeigte Body-, Performance- und Bio-Art repräsentierte das Transformationspotenzial des mecha-ethischen, „transhumanen“ Menschen und setzte sich kritisch damit auseinander. Vorträge internationaler Soziologen, Philosophen, Theologen und Kulturwissenschaftler und eine Filmreihe vertieften die Thematik.

Künstlerische Leitung: Claudia Emmert, Jörg Scheller, Jürgen Bleibler, Karen van den Berg, Maren Lehmann
Kurator/innen: Friederica Ihling
Künstler/innen: AES+F Group (RU), Art Orienté Objet (FR), Tim Berresheim, Revital Cohen / Tuur Van Balen (GB), Mariechen Danz (IE), Heather Dewey-Hagborg (US), Hiroshi Ishiguro (JP), Christian Jankowski, Eduardo Kac (BR), Eva Kotátková (CZ), Viktoria Modesta (LV), Marnix de Nijs (NL), Jon Rafman (CA), Sašo Sedlaček (SI), Ryan Trecartin (US)

Kon­takt

Zeppelin Museum

Seestr. 22

88045 Friedrichshafen

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