"Stadt" wird häufig immer wieder als Summe statischer Architekturen verstanden. Das Konzept von Performing the City lautete hingegen: Die Stadt entsteht performativ als Resultat öffentlicher Aktionen und sozialer Prozesse. Der Stadtraum ist so betrachtet das Aktionsfeld, in dem die Stadt ständig neu aufgeführt wird. Der Ausstellung ging es darum, performative Kunst aus den 1960er und 1970er Jahren zu vergegenwärtigen, wobei sie sich auf ausgesuchte Städte aus verschiedenen Kontinenten konzentriert hat. Das Spektrum reichte von Konzept- und Aktionskunst über spielerisch interventionistische bis zu dezidiert politischer Kunst. Ein Spektrum, das sich an den Rändern mit Straßentheater, politischen Demonstrationsformen und einem handlungsorientierten Urbanismus in der Architektur berührt. Filme, Diskussionen und eine umfassende Publikation ergänzten die Ausstellung und erinnerten auf diese Weise an eine Kunst, die nicht objektfixiert ist und daher auch in Museen buchstäblich keinen Raum einnimmt. 

Kurator: Heinz Schütz
Leitung Lothringer 13: Uli Aigner (A)

Künstler/innen: Vito Acconci (USA), Rasheed Araeen (GB), Bread and Puppet Theatre (USA), HP Bremer, Trisha Brouwn (USA), Daniel Buren (F), André Cadere (RO/F), Colette (F), Braco Dimitrijevic (BIH), Felipe Ehrenberg (MEX), Övind Fahlström (BR/S), Luciano Ferrara (I), Fred Forest (F), Galleria Inesistente (I), Grupo No (MEX), Al Hansen (USA), Hi Red Center (J), Allan Kaprow (USA), Ku-Lim Kim (ROK), Kollektive Aktionen (RUS), Marcos Kurtyckz (MEX), Yayoi Kusama (J), Jean Jacques Lebel (F), HA Schult, Seung-Taek Lee (ROK), Living Theatre (USA), OHO (SLO), Günther Saree (CZ/D), Shozo Shimamoto (J), Regina Silveira (BR), Totart (RUS), Viajou Sem Passaporte (BR), Wolf Vostell, 3NÓS3 (BR) und zahlreiche andere

Kon­takt

Lothringer 13
Städtische Kunsthalle München

Lothringer Straße 13

81667 München

www.lothringer-dreizehn.com