Seit dem Ende der Militärdiktatur und der einsetzenden Demokratisierung hat sich in Brasilien eine vitale Tanzszene entwickelt, die wichtige Beiträge zur kulturellen Identitätsfindung leistet.
Tanz gilt in Brasilien als das Genre, das den gesellschaftlichen Wandel am radikalsten widerspiegelt. Sein Themenspektrum reicht von überlieferten Formen der Volkskultur bis zum Leben in den Millionenstädten des Südens. Er setzt sich mit eigenen Traditionen und vorgefundenen Tanzformen ebenso auseinander wie mit der sozialen und politischen Realität.
Brasil Move Berlim 2009 lud Gruppen aus verschiedenen Landesteilen Brasiliens ein. Darunter auch aus Piauí, wo sich eine neue starke Tanzbewegung formiert, die sich mit lokalen Ritualen und den als reaktionär empfundenen gesellschaftlichen Bedingungen beschäftigt.
Parallel zum Tanzfestival fand eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst aus Brasilien statt. So wurden auch Arbeiten an der Schnittstelle von bildender Kunst und Tanz während des Festivals zur Aufführung gebracht. Diskussionen zwischen Choreographen, Kulturpolitikern und Journalisten sowie Tanzworkshops eröffneten eine neue Sichtweise auf Brasilien und seine kulturelle Vielfalt.

Künstlerische Leitung: Wagner Pereira de Carvalho (BR)
Co-Leitung: Björn Dirk Schlüter
Beteiligte Künstler/innen: Cia. Marcelo Evelin, Cia. Fauller, Cia. Letícia Nabuco, Cia. Denise Stutz, Cia. Jorge Alencar, cia. Margô Assis, Cia. Dança Inclusiva, Cia. De Dança da Cidade, Sandra Meyer, Arnaldo Siqueira, Christiane Galdino, Inês Bogéa, Susi Martinelli, Patrícia Avellar, Marta Isacson, Roberto Pereira (alle BR)

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