Die grüne Bande

Eine Kooperation zwischen Landestheater Eisenach, Zirkusmaria Berlin und dem Studiengang Regie der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch – gefördert im Fonds Jupiter

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Projektbeschreibung

Heute ist der ehemalige Todesstreifen an der deutsch-deutschen Grenze zur Lebenslinie geworden: Renaturierung und besondere Artenvielfalt sind an die Stelle von Stacheldraht und Sperrzone getreten. Entlang der ehemaligen Grenze gehen über drei Jahrzehnte nach dem Ende der DDR Erinnerungskultur und Naturdenkmal fast nahtlos ineinander über. Mit „Die Grüne Bande“ entwickelt das Landestheater Eisenach ausgehend von diesem besonderen Stück Land eine Wandertheater-Performance für Kinder ab fünf Jahren, die verschiedene Stationen entlang der vormaligen Demarkationslinie bespielt, an denen sonst nicht regelmäßig Theater zu sehen ist.   

Mitglieder des Kindertheater-Performancekollektivs Zirkusmaria erarbeiten gemeinsam mit den Schauspielerinnen und Schauspielern der jungen Sparte am Landestheater Eisenach und Regiestudierenden von der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch aus Berlin die Performance in kollektiver Arbeitsweise. Als inhaltliche Grundlage dienen Geschichten von Bewohnerinnen und Bewohnern, die an der ehemaligen Grenze leben, sowie Geschichten von Kindern, die ebenfalls einen Bezug zu diesem „grünen Band“ haben.

Ziel des Projekts ist es einerseits, den beteiligten Orten und Menschen durch die Partizipation an künstlerischer Produktion eine positive Demokratieerfahrung zu ermöglichen. Andererseits soll ein sehr junges Publikum, das bereits in zweiter Generation ohne die spezifische innerdeutsche Grenzerfahrung aufwächst, erstmals an das Thema und den historischen Hintergrund herangeführt werden. Darüber hinaus soll strukturell die inhaltliche und ästhetische Strahlkraft des Prinzips Landestheater erhöht und neue künstlerische Allianzen geschmiedet werden, die über den Projektabschluss hinaus Bestand haben.

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