Das Projekt nahm sich einer ungewöhnlichen Materie an: dem Dreck und anderen Hinterlassenschaften der Gesellschaft und nicht zuletzt den Überbleibseln, dem Ausschuss der Kunstproduktion. Diese vermeintlich wertlosen Stoffe bildeten den Ausgangspunkt für eine prozessorientierte künstlerische Initiative, deren Ziel es war, ausgehend von der Materie Dreck ein neues Bewusstsein für Materie allgemein zu schaffen. Das Projektlabor „Dreck“ unternahm den Versuch, dieses scheinbar vernachlässigte Material zum Thema für Kunst und Theater aufzubereiten.
Acht Künstler/innen, darunter Manuela Infante, Simone Aughterlony und Thorsten Eibeler, experimentierten an verschiedenen Stationen mit Materie aller Art und reflektierten dabei Zeitlichkeit und Nachhaltigkeit. Sie starteten im Heizhaus der Berliner Uferstudios den so genannten „Apparat Dreck“ und entwickelten hier über einen Zeitraum von mehreren Wochen Räume, deren Bespielung sich an der Fünf-Elemente-Lehre der chinesischen Philosophie orientierte. Danach wanderte das Projekt über Rijeka und Hamburg nach Malmö. Der „Apparat“ lud an jedem Ort zu Vorträgen, Performances und Konzerten ein. Am Ende einer jeden Station stand „Dreck: Die Show“, die die Ergebnisse jeweils gebündelt und präsentiert hat. Ein Blog dokumentierte den Prozess.

Künstlerische Leitung: Stefanie Wenner
Raum: Thorsten Eibeler
Beteiligte Künstler/innen: Simone Aughterlony (NZ/CH), Quast&Knoblich, cobratheater cobra, Manuela Infante (CL), Liz Rosenfeld (US), Colin Hacklander (US), Farahnaz Hatam (IR/US)

Weitere Termine:
drugo more Rijeka: 15. – 30.9.2015; Inkonst, Malmö: 4. – 14.2.2016

Kon­takt

apparatus Wenner / Eibeler GbR

Turiner Straße 12

13347 Berlin