Sandbox Science

Eine Kooperation von Fundus Theater, Institute of Making des University College London, Institut für Theaterpädagogik der Hochschule Osnabrück, School of English and Drama der Queen Mary University London – gefördert im Fonds Jupiter

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Projektbeschreibung

Sand ist ein Material, das erst einmal nicht besonders komplex erscheinen mag, nicht zuletzt deshalb, weil man seine Bearbeitung bereits Kindern zutraut. In Sandkästen werden sie zu Baumeistern, graben Tunnel, errichten Türme und Burgen. Tatsächlich ist Sand aber auch für Erwachsene Stoff für die Erschaffung ganzer Welten: In unseren Städten wird in Form von Beton so viel vom körnigen Rohstoff verbaut, dass er mittlerweile zur knappen Ressource geworden ist. Mit „Sandbox Science“ setzt Fundus Theater zusammen mit einem interdisziplinären Team aus Künstlern und Wissenschaftlerinnen Sand als ein Medium von Reflexion und Darstellung, Experiment und Erfindung in Szene.

Entstehen soll eine Produktion für Kinder und Erwachsene ab 3 Jahren, die in einer großen Sandkiste spielt und den kleinsten Zuschauerinnen und Zuschauern – rund um die Box platziert– auch eine haptisch-aktive Erfahrung ermöglicht. Dabei werden praktische Experimente mit szenischem Storytelling kombiniert und Zuschauende jeden Alters können sich einbringen.

Möglich wird diese Überlagerung von Forschung und künstlerischer Produktion durch ein interdisziplinäres und heterogenes Kooperationsnetzwerk: Hamburger Kindergärten begleiten den Probenprozess, die Kinder werden als Impulsgeber und Testpublikum in den Recherche- und Probenprozess einbezogen. Das Institute of Making des University College London, das Materialwissenschaft, Alltag und Design zusammendenkt, sowie der Künstler Ansuman Biswas bringen Expertise mit dem Werkstoff Sand ein. Studierende der School of English and Drama der Queen Mary University in London werden im Rahmen zweier Workshops Try-Out-Performances zum Thema entwickeln, die in „Sandbox Science“ aufgenommen werden. Darüber hinaus entsteht in Zusammenarbeit mit der Dramaturgin Lois Keidan und Studierenden der Theaterpädagogik von der Hochschule Osnabrück, die den Produktionsprozess durch regelmäßige Probenbesuche begleiten, eine Publikation in Form einer Box voller Anregungen und Materialien für Sandspiele und -experimente, bei denen sich Kinder und Erwachsene auf Augenhöhe begegnen können.

Im Anschluss an die Aufführungen in Deutschland wird die Produktion in einer englischsprachigen Version auch in London zu sehen sein.

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