Seit der Spielzeit 2013/2014 kooperiert das Schauspiel Stuttgart mit dem Nationaltheater Oslo, dem israelischen Nationaltheater Tel Aviv, dem Nationaltheater Belgrad und der Comédie de Reims innerhalb des internationalen Theaternetzwerks Union des Théâtres de L’Europe (U.T.E.). Im Rahmen dieser Kooperation sind an allen fünf Häusern Theaterproduktionen entwickelt und zum Teil schon uraufgeführt worden, die sich mit dem Thema Terrorismus beschäftigen. Die Produktion des Nationaltheaters Oslo „A More Peaceful World“ beispielsweise widmet sich einer Gesamtschau terroristischer Phänomene, ausgehend von Steven Pinkers Opus Magnum „Gewalt. Eine neue Geschichte der Menschheit“. Das Stück „Dragonslayers“ aus Belgrad befragt auf subtile und ironische Weise ein ganzes Jahrhundert serbischer Geschichte. In der Produktion aus Tel Aviv „God Waits at the Station“ versuchen die Schauspieler, das Leben einer Selbstmordattentäterin zu rekonstruieren. Das Schauspiel Stuttgart veranstaltete im Juni 2015 ein Festival zum Thema Terrorismus, bei dem die fünf Produktionen zu einer europaweit einmaligen Gesamtpräsentation zusammengeführt wurden. Autoren- und Künstlergespräche sowie weitere künstlerische Beiträge ergänzten das Festivalprogramm. Bereits im Vorfeld fand eine thematische Veranstaltungsreihe mit Partnern in Stuttgart, etwa dem Haus der Geschichte oder dem Haus des Dokumentarfilms, statt. Das Thema Terrorismus weckt gerade in Stuttgart Erinnerungen: Viele RAF-Mitglieder stammten aus Baden-Württemberg und die Stammheim-Prozesse vor 40 Jahren polarisierten die Bevölkerung.

Künstlerische Leitung: Armin Petras
Regie: Iva Milosevic (RS), Shay Pitowski (IL), Jonas Corell Petersen (NO), Ludovic Lagarde (FR), Armin Petras, Jan Gehler, Wojtek Klemm u.a.
Autor/innen: Milena Markovic (SRB), Aiat Fayez (FR), Maya Arad (IL), Fritz Kater, Dirk Laucke, Hanoch Levi u.a.

Kon­takt

Schau­spiel Stutt­gart

Obe­rer Schloß­gar­ten 6

70173 Stuttgart

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