Zum zehnjährigen Jubiläum des choreografischen Zentrums K3 | Tanzplan Hamburg fand dort ein internationales Residenzprogramm statt. Drei erfahrene künstlerisch-choreografische Teams erhielten so die Gelegenheit, Produktionen zu entwickeln, die schließlich im Rahmen des Festivals „Together Apart“ in Hamburg zur Aufführung kamen. Die drei eingeladenen Projekte untersuchten das reale und ideelle Zusammenhalten in Europa aus unterschiedlichen künstlerischen Perspektiven: Grundlage der künstlerischen Recherche des israelischen Choreografen Arkadi Zaides war das EU-geförderte Technologie-Projekt TALOS. Das mobile Robotersystem, das zum Schutz der europäischen Landesgrenzen als Prototyp entwickelt wurde, soll erkennen und verhindern, dass Menschen illegal Grenzen überschreiten. Zaides Produktion ist ein Reenactment des TALOS-Projektes, um dessen ethische Mechanismen sowie politische und ökonomische Interessen zu thematisieren. Die italienischen Choreografen Chiara Bersani und Marco D’Agostin entwickelten in ihrer Produktion ein Format Olympischer Spiele, das die Idee des friedlichen sportlichen Wettstreits choreografisch dekonstruierte. Und das Kollektiv Marble Crowd um die isländische Choreografin Saga Sigurdardottir lotete in drei tänzerischen Essays das Potenzial von Vertrauen, Glauben und gemeinschaftlichem Handeln aus.

In Kooperation mit dem Graduiertenkolleg Performing Citizenship entstand ein begleitendes Programm mit zahlreichen künstlerischen und partizipativen Formaten, die das Publikum einluden, die Themen zu vertiefen. Eine internationale Tagung diskutierte Möglichkeiten kollaborativen Arbeitens in Tanz und Choreografie. 

Künstlerische Leitung: Kerstin Evert
Künstlerische Projektleitung: Solveigh Patett
Beteiligte: Marco D’Agostin & Chiara Bersani (IT), Marble Crowd (IS), Igor Dobricic (RS), Rudi Laermans (BE), Arkadi Zaides (IL)

Kon­takt

K3 - Zentrum für Choreographie | Tanzplan Hamburg
Kampnagel Internationale Kulturfabrik GmbH

Jarrestraße 20

22303 Hamburg

www.k3-hamburg.de