Nach den Projekten zu Transformationsprozessen in Osteuropa und ihren Folgen für westeuropäische Gesellschaften widmete sich das Hebbel am Ufer (HAU) nun den Veränderungen in der chinesischen Gesellschaft und deren Spiegelungen in den verschiedenen künstlerischen Genres. Den europäischen Gesellschaften stehen in den nächsten Jahren große ökonomische und soziale Veränderungen bevor, für die die rasanten Transformationsprozesse in China eine Folie in positiver oder in negativer Hinsicht darstellen können. Im Umweg über China kann sich der Westen von außen betrachten: Wie löst China seine wirtschaftlichen Probleme, welche Rolle spielen Familie, Kultur, Religion? Was lässt sich auf hiesige Verhältnisse übertragen? Die chinesische Gesellschaft scheint weniger anfällig für Erosionen durch die Moderne und steht neuen Entwicklungen tendenziell positiv gegenüber; aber auch kritische Stimmen zu den aktuellen Lebensverhältnissen mehren sich in China. Am mehrteiligen, genreübergreifenden China-Projekt des HAU waren führende junge chinesische Künstler beteiligt.


Künstlerische Leitung: Matthias Lilienthal
Beteiligte: Chen Zhi Sheng, Peng Yu, Sun Yuan, Ai Waiwei (alle CHN), u.a.

Veranstaltungsort und -zeitraum: Berlin, Hebbel am Ufer - HAU Eins, HAU Zwei, HAU Drei, Juni 07

Kon­takt

Hebbel am Ufer
Matthias Lilienthal

Stresemannstraße 29

10963 Berlin