Seit der Gründung des sog. Weimarer Dreiecks durch die damaligen Außenminister Deutschlands, Frankreichs und Polens im Jahre 1991 haben die regelmäßigen Kontakte zwischen Vertretern dieser drei Länder zahlreiche Impulse für die Verständigung zwischen diesen Nationen ergeben. Um diese Konstellation auf kultureller Ebene nachzuzeichnen, hat das Kunstfest Weimar 2006 drei Theaterproduktionen aus Polen, Frankreich und Deutschland zusammengeführt, die zur Diskussion über aktuelle Auseinandersetzungen mit dem "Fremden" anregen. Polen präsentierte sich mit einem Stück des israelischen Autors Hanoch Levin, die deutsche Theaterproduktion befasste sich mit der Prager "Golem"-Legende und der französische Beitrag bestand in einer Beckett-Inszenierung. Im Anschluss an die Vorstellungen fanden offene Gespräche mit den Regisseuren statt, die dazu beitragen sollten, das kulturelle Selbstverständnis der jeweils anderen Nationen in seinen gegenseitigen Bezügen besser zu verstehen.

Regisseure: Jochen Schölch (D), Joël Jouanneau (F), Krzysztof Warlikowski (PL)

Kon­takt

pèlerinages
Kunstfest Weimar

Am Palais 3

99423 Weimar