Zentrales Modul des Projektes ist ein mobiles temporäres Archiv, das Werke der internationalen, genderorientierten Performancepraxis der 1960er und 70er Jahre neben aktuellen Positionen dokumentiert. Es umfasst einen ständig wachsenden Fundus an Bild-, Video- und Printmaterial; darunter Interviews, Scores und Videoperformances sowie Dokumente zur Produktions- und Rezeptionsgeschichte.
Basierend auf dem internationalen Netzwerk mehrerer Partnerinstitutionen wurde das Performance-Archiv von 2011 bis 2013 an verschiedenen Standorten in Deutschland, Spanien, Kroatien, Polen, Estland und Dänemark auf je unterschiedliche Weise präsentiert und um weitere Module ergänzt: Ausstellungen und Live Performances, Vorträge, Seminare und Screenings. Neben bisher weniger dokumentierten regionalen Performancebewegungen z.B. in Süd-, Nord- und Osteuropa wurden dabei auch beispielhaft Positionen aus Lateinamerika, den Mittelmeerländern und der MENASA (Middle East, North Africa, South Asia) Region einbezogen. Die assoziierten Partnerinstitutionen kooperierten unter anderem mit regionalen Universitäten und Kunsthochschulen in Form von Workshops und Seminaren, um den Dialog mit Wissenschaftlern, Studierenden und Künstler/innen zu befördern und das Archiv um jeweils regionale Beiträge zu erweitern. re.act.feminism #2 – a performing archive wird ausführlich über eine Onlineplattform kommuniziert, ein zweisprachiger Katalog sichert seine langfristige Sichtbarkeit über das Projektende hinaus.

Künstlerische Leitung: Bettina Knaup, Beatrice Ellen Stammer

Derzeit befinden sich die Arbeiten von über 150 Künstler/innen im Archiv. Eine Auswahl:
Ebtisam Abdulaziz (AE), Marina Abramović (RS), Helena Almeida (PT), Arahmaiani (RI), Pauline Boudry / Renate Lorenz, Lilibeth Cuenca (DK), Chicks on Speed (DE), Teresa María Díaz Nerio, (DO/NL), Diamela Eltit (RCH), VALIE EXPORT (A), Theresa Hak Kyung Cha (ROK), High Heel Sisters (DK/NO/SE), Nan Hoover (USA/DE), Sanja Ivekovic (HR), Jakob Lena Knebl (A), Lea Lubin (RA), Dora Maurer (H), Marta Minujin (RA), Ana Mendieta (C), Rabbya Naseer & Hurmat Ul Ain (PK), Lorraine O'Grady (USA), Tanja Ostojic (SCG), Ewa Partum (PL), Adrian Piper (USA), Raeda Saadeh (PS), Zorka Ságlová (CZ), Ene-Liis Semper (EST), Annika Ström (SE/UK), Teresa Tyszkiewicz (PL/FR), Mierle Landerman Ukeles (USA), Yeni & Nan (VE)

Web­sei­te zum Pro­jekt

Auf der Webseite finden Sie Foto-, Print- und Videomaterialien zu allen KünstlerInnen bzw. Künstlerkollektiven. Die Inhalte wachsen mit dem Fortgang des Projekts.

www.reactfeminism.org

Kon­takt

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