Etwa 4.000 Waffen und Rüstungsgegenstände des 15. bis 19. Jahrhunderts gehören zu der bedeutenden Waffensammlung des Thüringer Landesmuseums Heidecksburg. Lediglich ein kleiner Teil dieser Bestände, die ursprünglich bis 1940 in einem Gebäudeteil des Schlosses Schwarzburg untergebracht waren, konnte seit 1989 in einer Ausstellung im spätgotischen Gewölbesaal der Rudolstädter Heidecksburg gezeigt werden.
Im Magazin der Heidecksburg befinden sich noch etwa 3.500 Waffen, die seit 1940 nicht mehr öffentlich präsentiert wurden, da sie in einem nicht mehr ausstellungsfähigen Zustand waren. Diesem Bestand widmete sich das KUR-Projekt. Die kostbaren Militärwaffen und Rüstungsgegenstände wurden konserviert, restauriert und wissenschaftlich aufgearbeitet, um sie wieder öffentlich präsentieren zu können.
Die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten saniert seit 2007 das völlig verfallene Schwarzburger Zeughausgebäude, so dass eine Rückkehr der Waffenbestände nach 2012 möglich ist. Damit würde eine deutschlandweit bekannte Sammlung, deren älteste Bestände sich ins Jahr 1453 datieren lassen, nach langer Zeit wieder an ihrem Ursprungsort zu sehen sein.

 

Projektträger:
Thüringer Landesmuseum Heidecksburg

Kooperationspartner:
Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, Koblenz
Fachhochschule Erfurt, Studiengang Konservierung und Restaurierung
 

KUR-Pro­gramm

Das KUR – Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut war eine gemeinsame Initiative der Kulturstiftung des Bundes und der Kulturstiftung der Länder. Von 2007 bis 2011 wurden im Programm 26 Projekte gefördert, die der Sicherung akut bedrohter Objekte oder Sammlungen von übergeordneter kulturhistorischer Relevanz dienten.

KUR-Programm

Ab­schluss­be­richt des Pro­jekts

Der Bericht wurde im Frühjahr 2012 auf der Webseite des Hornemann Instituts veröffentlicht.

Zum Abschlussbericht

Kon­takt

Jens Henkel

Thüringer Landesmuseum Heidecksburg

Schlossbezirk 1

07407 Rudolstadt

Tel.: +49 (0)3672 429018

museum@heidecksburg.de

www.heidecksburg.de