"Wenn die Arbeitsgesellschaft heute in einer Krise steckt, so verdankt sie dies an erster Stelle der Ausweitung des ökonomischen Denkens auf alle Bereiche menschlichen Tätigseins. Nichts könnte absurder sein, als Lösungen von einem Diskurs zu erwarten, der unter rein ökonomischen Prämissen einen Forderungskatalog aufstellt und bestimmt, was wir - Gesellschaft, Arbeitende und Nichtarbeitende - tun müssen, um uns das "knappe Gut Arbeitsplatz" zu erhalten", so die Akteure von Cinéma copains. Cinéma copains realisiert daher ein Projekt, das nicht primär unter ökonomischen, sondern unter kulturellen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten nach dem Sinn unseres Tuns fragt, also eher nach dem, was wir wollen, als nach Auswegen aus der Krise. Unter dem Titel "in arbeit / w toku / en construction / lavori in corso" entstand in den Jahren 2007 und 2008 eine filmische Reihe, bei der Akteure aus Bereichen wie Musik, Landwirtschaft, Kunst, Publizistik, Soziologie, Philosophie u.a. von Strategien und Initiativen zu anderen Formen des Tätigseins berichten. Es wurde eine filmische Interviewkette im Schneeballsystem ins Rollen gebracht - jede/r Interviewpartner/in schlug eine Person für das nächste Interview vor (insgesamt 12-15 Personen). Die einzelnen Stationen dieser Kette wurden dokumentiert und generierten dadurch ein wachsendes filmisches Archiv.

Künstlerische Leitung: Arne Hector, Minze Tummescheidt

Kon­takt

Arne Hector
Minze Tummescheidt

Cinéma copains GbR

Schönhauser Allee 58 a

10437 Berlin