Rainer Werner Fassbinder verfilmte 1973 den Roman "Simulacron-3", in dem Daniel F. Galouye 1964 als einer der ersten Autoren das Phänomen virtueller Realität beschreibt. Mit dem zweiteiligen Science-Fiction-Film Welt am Draht beschritt Fassbinder neue künstlerische Wege, wobei ihn Michael Ballhaus in kongenialer Zusammenarbeit hinter der Kamera unterstützte. Der Film ist ein frühes Zeugnis der intensiven und erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen den beiden und zeigt bereits alle wesentlichen Merkmale, die auch ihre späteren Gemeinschaftsprojekte auszeichneten.
Zwischenzeitlich konnte das Werk, das nur wenig an gesellschaftlicher und politischer Aktualität eingebüßt hat, aufgrund des schlechten Zustandes des 16-mm-Originals kaum noch vorgeführt werden, weshalb das Material digital aufbereitet und ein hochwertiges Master erstellt wurde. Nach seiner Konservierung steht der Film in digitalisierter Fassung als Kino-Projektion wie auch als DVD- bzw. Download-Version wieder einem internationalen Publikum zur Verfügung. Nach "Berlin Alexanderplatz: Remastered", dessen Restaurierung die Kulturstiftung des Bundes anlässlich des 25. Todestages des Regisseurs ermöglichte, nahm sich die Rainer Werner Fassbinder Foundation mit Welt am Draht eines weiteren Epoche machenden Fassbinder-Films an, um ihn der Nachwelt langfristig zu erhalten.

Künstlerische Leitung: Michael Ballhaus
Künstler/innen: Rainer Werner Fassbinder (Regie, Co-Autor, Drehbuch), Michael Ballhaus (Kamera), Daniel F. Galouye (Romanvorlage)
Mit: Klaus Löwitsch, Mascha Rabben, Karl-Heinz Vosgerau, Barbara Valentin, Gottfried John, Günter Lamprecht, Margit Carstensen, Eddie Constantine (F), Ivan Desny (F), Adrian Hoven (A), Rainer Langhans

Kon­takt

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Giesebrechstraße 7

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