World Cinema Fund

Förderung internationaler Kooperationen der Filmproduktion und -distribution

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Was ist der WCF?

Gemeinsam mit der Kulturstiftung des Bundes und in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut, dem Auswärtigen Amt sowie deutschen Produzenten engagiert sich der World Cinema Fund (externer Link, öffnet neues Fenster) (WCF) für die Entwicklung und Förderung des Kinos in filminfrastrukturell schwachen Regionen und für kulturelle Vielfalt in den deutschen Kinos. Die Demokratisierung des internationalen Filmschaffens soll mithilfe der Förderung vorangetrieben werden – unter Berücksichtigung der Beziehungen zwischen europäischen Ländern mit einer gut etablierten Filmindustrie und Ländern des sogenannten globalen Südens.

Der WCF bietet Produktions- und Verleihförderung von Spielfilmen und abendfüllenden Dokumentarfilmen, welche die Kinolandschaft in Deutschland bereichern: Filme, die mit einer ungewöhnlichen Ästhetik überraschen, die starke Geschichten erzählen und ein authentisches Bild ihrer kulturellen Herkunft vermitteln. Gefördert werden Produktionen, die ohne Unterstützung nicht entstehen könnten. Dem World Cinema Fund steht ein jährliches Budget von ca. 350.000 Euro zur Verfügung.

Einreichtermine 2022

Produktionsförderung
28. Februar 2022

 

Verleihförderung
offene Einreichung nur für Filme,
die ihren Kinostart 2022 in Deutschland haben werden

Was fördert der WCF?

Schwerpunktregionen der Förderung

Zu den Schwerpunktregionen (öffnet neues Fenster) der Förderung zählen Afrika, Lateinamerika und die Karibik, der Mittlere Osten, der Kaukasus, Zentral- und Südostasien, im Pazifik liegende Inselstaaten sowie Afghanistan, Bangladesch, Bhutan, Nepal, die Mongolei, Pakistan und Sri Lanka.

Produktionsförderung

Antragsberechtigt sind Produktionsfirmen mit Regisseuren aus den genannten Regionen sowie deutsche Produktionsfirmen, die eine Zusammenarbeit mit einem Regisseur aus den genannten Regionen nachweisen können. Förderberechtigt sind nur Produktionsfirmen mit Sitz in Deutschland, d. h. im Falle der Antragstellung von ausländischen Produzenten muss eine Kooperation mit einem deutschen Partner nachgewiesen werden. Dies kann jedoch auch nach Antragstellung erfolgen.

 

Höchstfördersumme: 60.000 Euro pro Projekt
Die Fördersumme darf nicht mehr als 50% der Gesamtproduktionskosten betragen.
Die Gesamtherstellungskosten der zu fördernden Projekte sollten zwischen 200.000 Euro und 1.400.000 Euro liegen.
Der Förderbetrag muss für die Produktion des Films in den o.g. Regionen ausgegeben werden.

 

Verleihförderung

Deutsche Verleihunternehmen können Verleihförderung in Höhe von maximal 10.000 Euro für die Distribution von Filmen aus den WCF-Regionen in Deutschland beantragen. Der Förderbetrag darf nicht mehr als 50% der Gesamtverleihkosten ausmachen.

WCF Europe

Das Sonderprogramm WCF Europe (externer Link, öffnet neues Fenster) richtet sich an den Bereich Produktion und weitet die Unterstützung durch den WCF auf europäische Firmen aus den Mitgliedsländern des MEDIA sub-programmes aus. Die Hauptförderkriterien sind dieselben wie für den World Cinema Fund, ebenso die förderberechtigten Regionen und Länder, hinzukommen zum WCF Europe die Staaten Weißrussland und Moldawien.

Höchstfördersumme: 60.000 Euro pro Projekt und / oder 50% der gesamten Produktionskosten.
40.000 Euro für Postproduktionsförderung.
Die Gesamtherstellungskosten der zu fördernden Projekte sollten zwischen 200.000 Euro und 1.400.000 Euro liegen.
Der Förderbetrag muss für die Produktion des Films in den o.g. Regionen und Ländern ausgegeben werden. Die Produktionsanteile der Teilnehmerländer des MEDIA sub-programme müssen insgesamt mindestens 20% bei einem Dokumentarfilm und 25% bei einem Spielfilm betragen. Unter keinen Umständen dürfen sie aber 70% überschreiten.

WCF Afrika

Der World Cinema Fund hat in Kooperation mit dem Auswärtigen Amt für 2016 eine besondere Fördermöglichkeit für Projekte aus Subsahara-Afrika ins Leben gerufen. Alle WCF-Einreichungen mit Projekten aus Subsahara-Afrika werden automatisch auch für die gesonderte Förderlinie WCF Subsahara-Afrika berücksichtigt.

Es gelten die WCF-Einreichtermine und die WCF-Richtlinien für Produktionsförderung. Für die Einreichung ist das übliche Formular WCF-Produktionsförderung zu verwenden. Die Fördermittel in Höhe von 160.000 Euro werden vom Auswärtigen Amt zur Verfügung gestellt.

WCF ACP

Mit Unterstützung der ACP (African, Caribbean and Pacific Group of States) lancierte der WCF 2020 das neue Förderprogramm WCF ACP (externer Link, öffnet neues Fenster).

Der WCF begrüßt die Einreichung von Projekten aus der Pazifischen Region, die bislang nicht Teil der WCF-Förderinitiative war.

WCF ACP ist eine besondere Gelegenheit, die Finanzierung und Umsetzung von Projekten aus WCF- und ACP-Regionen zusätzlich zu optimieren. Bei dem Programm handelt sich um eine ergänzende Finanzierung von Projekten, die im Rahmen einer Jury-Sitzung für WCF- bzw. WCF Africa Fördermaßnahmen empfohlen werden. Mit WCF ACP können die Beträge, die für die Finanzierung geförderter Projekte bereitgestellt werden, verdoppelt oder sogar verdreifacht werden.

WCF Booklet

In seinem „little mexican rosa booklet“ gibt der WCF einen Überblick über alle Filmprojekte, die in den vergangenen 17 Jahren durch den Fonds gefördert wurden.

Elf neue Förderempfehlungen

Die WCF-Jury hat ihre Auswahl getroffen

Die WCF-Jury hat ihre Auswahl aus 141 eingereichten Projekten aus insgesamt 50 Ländern getroffen. Die Förderempfehlungen umfassen Mittel in Höhe von 493.000 Euro.

Mitglieder der Jury sind die Dokumentarfilmproduzentin und Documentary Creative Advisor Marta Andreu (Spanien), die Produzentin Zsuzsanna Kiràly (Deutschland / Österreich), Filmwissenschaftlerin und Kuratorin Viola Shafik (Deutschland / Ägypten) sowie der WCF-Leiter Vincenzo Bugno (Italien / Deutschland). Hinzu kommen als Juror*innen für WCF Africa der Produzent und Leiter des panafrikanischen Filmfestivals FESPACO sowie des Berliner Festivals Afrikamera Alex Moussa Sawadogo (Burkina Faso) und die Berlinale-Delegierte für Subsahara-Afrika Dorothee Wenner (Deutschland).

Produktionsförderung WCF

Viet and Nam, Regie: Truong Minh Quý (Vietnam). Produktion: Epicmedia Productions (Philippinen), Bradley Liew. Spielfilm.
Fördersumme: € 30.000

Puán, Regie: María Alche und Benjamín Naishtat (Argentinien). Produktion: Pasto SRL und Pucará SRL (Argentinien), Bárbara Francisco, Bárbara Sarasola-Day und Federico Eibuszyc; Pandora Film Produktion (Deutschland), Christoph Friedel. Spielfilm.
Fördersumme: € 40.000

Dry Leaf, Regie: Alexandre Koberidze (Georgien). Produktion: New Matter Films GmbH (Deutschland), Mariam Shatberashvili. Spielfilm.
Fördersumme: € 30.000

Ze, Regie: Lkhagvadulam Purev-Ochir (Mongolei). Produktion: Guru Media (Mongolei), Ariunaa Tserenpil und 27 Films (Deutschland), Oliver Damian, Aurora Films (France), Katia Khazak Spielfilm.
Fördersumme: € 40.000

The Dam, Regie: Ali Cherri (Libanon). Produktion: DGL Travel (Sudan), Alsamoual Hussein; KinoElektron (Frankreich), Janja Kralj und Twenty Twenty Vision (Deutschland), Thanassis Karathanos. Spielfilm.
Fördersumme: € 20.000

Anhell 69, Regie: Theo Montoya (Kolumbien). Produktion: Desvío Visual (Kolumbien), Theo Montoya. Dokumentarische Form.
Fördersumme: € 20.000

WCF Europe

Quién mató a Narciso?, Regie: Marcelo Martinessi (Paraguay). Produktion: La Babosa Cine (Paraguay), Sebastián Peña Escobar; Pandora Film Produktion (Deutschland), Christoph Friedel; La Fábrica Nocturna (Frankreich), Marina Perales Marhuenda; Mutante Cine (Uruguay), Agustina Chiarino; Oublaum Film (Portugal), Federico Costa. Spielfilm.
Fördersumme: € 60.000

Diógenes, Regie: Leonardo Barbuy (Peru). Produktion: Mosaico Productora (Peru), Illari Orccottoma und Dublin Films (Frankreich), David Hurst. Spielfilm.
Fördersumme: € 40.000

WCF Africa

Testament, Regie: Zippy Kimundu und Meena Nanji (Kenia). Produktion: Afrofilms International (Kenia), Zippy Kimundu; Autentika Films (Deutschland), Paulo Roberto de Carvalho und Gudula Meinzolt; Talking Film Production (Uganda), Derrick Kibisi; Muiraquitã Filmes (Brasilien / Portugal), Eliane Ferreira. Dokumentarische Form.
Fördersumme: € 30.000
Vorgesehene zusätzliche Förderung durch WCF ACP: € 60.000

La Grotte de Sira, Regie: Apolline Traoré (Burkina Faso). Produktion: Les Films Selmon (Burkina Faso), Apolline Traoré und Tarama Films (Mali), Salif Traoré. Spielfilm.
Fördersumme: € 39.000
Vorgesehene zusätzliche Förderung durch WCF ACP: € 78.000

Verleihförderung

The Orphanage (Kabul Kinderheim), Regie: Shahrbanoo Sadat (Afghanistan). Verleih: Wolf Kino GmbH. Spielfilm.
Fördersumme: € 6.000
Deutscher Kinostart: 4. November 2021

WCF Day

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Die Weiterentwicklung von Förder- und Dekolonisierungsstrategien stand im Zentrum der Panels und Diskussionsrunden des WCF Days 2022. Im Rahmen der Berlinale 2022 fand die Veranstaltung online und in englischer Sprache statt.

WCF Day 2021

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„Decolonising Cinema“ war bereits das zentrale Thema des WCF Day 2021.

Termine

  • 16. Februar, 2022 : WCF Day 2022

    Weiterentwicklung von Förder- und Dekolonisierungsstrategien im Film

    Online | 13:30 – 16:30, www.youtube.com/user/berlinale

Kontakt

World Cinema Fund
Berlin International Film Festival

Potsdamer Str. 5
10785 Berlin
Tel.: +49 (0)30 2592 0516

Website World Cinema Fund (externer Link, öffnet neues Fenster)