Melodrama Suits Her

A Revenge Evening – gefördert im Fonds Zero

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Projektbeschreibung

Mit „Melodrama Suits Her – A Revenge Evening“ bringt die Tänzerin und Choreografin Tümay Kılınçel eine Tanzperformance gegen den „male gaze“, den männlichen, sexualisierenden Blick, auf die Bühnen des HAU in Berlin. Damit wendet sich die Performance gegen die immer noch gängige Darstellung der Frau als schwach, wehrlos, hysterisch und melodramatisch.

Fremdbestimmte Frauenbilder, die sich durch patriarchale Machtstrukturen manifestiert haben, sollen auf der Bühne neu verhandelt werden. Gemeinsam mit Performerinnen und Tänzern untersucht das künstlerische Team verschiedene körperliche Schauspiel-Methoden, um sie mit zeitgenössischen Tanztechniken sowie der LGBTQI+-Tanzbewegung Waacking zu kombinieren. Grundlage für die Film-Recherche bilden nebenden Yeşilçam-Filmen des türkischen Mainstreams, mexikanischen Soap Operas und deutschen Gesellschaftsfilmen auch Hollywood-Klassiker. Dabei werden künstlerisch die Zusammenhänge von Feminismus, Dekolonialisierung und Kapitalismuskritik erforscht.

Eine der größten ökologischen Herausforderungen für das Vorhaben stellt die Mobilität dar. Für die Produktion sollen die Reisen des Teams innerhalb Deutschlands nur mit dem Zug und aus dem Ausland ausschließlich zum großen Proben- und Präsentationsblock erfolgen. Proben, die davor anfallen, werden per sogenannter „Ferndramaturgie“ – also der digitalen Dramaturgie aus der Distanz – durchgeführt. Sämtliche Kostüme sollen gebraucht erworben oder geliehen werden, um möglichst ressourcenschonend zu arbeiten.

Kontakt

HAU Hebbel am Ufer

Stresemannstraße 29
10963 Berlin
www.hebbel-am-ufer.de (externer Link, öffnet neues Fenster)