In der Musik des Iran mischen sich zahlreiche Musiktraditionen des Mittleren Ostens: arabische, türkische, armenische, afghanische und viele andere Einflüsse kommen hier zusammen. Seit der Islamischen Revolution 1979 ist das kulturelle Leben und insbesondere die Musik stark reglementiert, Frauen ist das Singen in der Öffentlichkeit gänzlich verboten. Da es nur wenige Aufzeichnungen dieser Form der Musikkultur gibt, ist ein wesentlicher Teil des kulturellen Erbes vom allmählichen Verschwinden bedroht. Viele Sängerinnen haben den Iran verlassen und leben im Exil. Dennoch eröffneten in den vergangenen Jahren viele Musikschulen und immer mehr junge Frauen nehmen Gesangsunterricht. Die Möglichkeit, ihre Fähigkeiten bei öffentlichen Auftritten auch zu Gehör zu bringen, ist ihnen jedoch verwehrt. Das Festival „Female Voice of Iran“ hatte sich zum Ziel gesetzt, Sängerinnen aus verschiedenen Regionen des Iran zu präsentieren und sie mit in Deutschland lebenden und arbeitenden iranischen Musikerinnen zu verbinden. Im Laufe des Festivals entstand eine Gruppenkomposition unter der Leitung der deutsch-iranischen Musikerin Cymin Samawatie, die im Abschlusskonzert zur Aufführung kam. Dem westlichen Publikum eröffnete das Festival einen neuen, direkten Blick auf die reiche Musikkultur des Mittleren Ostens. Das Zusammentreffen mit anderen Künstlerinnen und die Gelegenheit, öffentlich aufzutreten, ermöglichten einen künstlerischen Austausch, der insbesondere für die Sängerinnen aus dem Iran auch Ermutigung ist.

Kuratorinnen: Yalda Yazdani (IR), Cymin Samawatie
Künstler/innen: Jivar Sheikholeslami (IR), Yalda Abbasi (IR), Shadi Behyari (IR), Cyminology u.a.

Kon­zer­te on­line nach­hö­ren

Mittlerweile sind fast alle Konzerte des Festivals „Female Voice of Iran“ auf dem Vimeo-Kanal veröffentlicht.

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Kon­takt

Zeitgenössische Oper Berlin

Schwedter Straße 269

10119 Berlin

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