Kurator Ulli Blobel und Jazzpianist Leon Gurvitch beabsichtigten mit der Konzertreihe „Sounds no Walls“ Klezmer, Jazz und Kammermusik in Hamburg auf die Bühne bringen. In Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde sollten die unterschiedlichen Facetten jüdischen jazzmusikalischen Schaffens zwischen Tradition und Innovation, Klezmer und Kammermusik gezeigt sowie prominente Vertreter der deutschen Jazzszene eingeladen werden. Die wichtigsten Akteure der „Radical Jewish Culture“ wie Steve Bernstein, David Krakauer, Uri Caine wurden mit mehreren Konzerten vorgestellt. Diese Bewegung nahm ihren Anfang in den neunziger Jahren in New York und befasste sich mit dem Zusammenhang zwischen jüdischer Identität und musikalischem Ausdruck. In Tel Aviv und Berlin hat die Bewegung neue Zentren gefunden – Hamburg sollte durch „Sounds no Walls“ ein weiteres werden.
2013 war außerdem das Jahr der Jubiläen im deutschen Jazz: Ernst Ludwig Petrowsky wurde 80 Jahre, Conny Bauer und Günter Baby Sommer feierten ihren 70. Geburtstag und das Zentralquartett spielte seit 40 Jahren zusammen. Sie und weitere wichtige Protagonisten der deutschen Jazzszene – Ulrich Gumpert, Alexander von Schlippenbach, Uschi Brüning u.v.a. – waren eingeladen, diese Anlässe würdig zu begehen. Gäste aus Indien, Kuba und Südafrika bereicherten das Programm mit ihren Rhythmen und Spielarten.

Künstlerische Leitung: Ulli Blobel
Komponist: Leon Gurvitch
Künstler/innen: David Krakauer Madness Orchestra (US, IL), The Globe Unity Orchestra (GB, J, US), Zentralquartett, Han Bennik (NL), Uschi Brüning, Uri Caine (US), Dave Liebman (US), Ernst-Ludwig Petrowsky, Uwe Kropinski, Julie Sassoon (GB)

Kon­takt

SNW Sound no Walls

Clausewitzstraße 5

10629 Berlin

www.sounds-no-walls.de