Anlässlich des zehnten Todestages Ernst Jandls widmete das Literaturhaus Berlin seine Ausstellung dem Œuvre eines der wichtigsten und einflussreichsten Lyriker der deutschsprachigen Literatur nach 1945, der an den Schnittstellen von Literatur, Musik und bildender Kunst arbeitete. Die Schau richtete das Hauptaugenmerk auf die Vielsprachigkeit, Internationalität und Intermedialität in Jandls Werk, das Gedichte und Prosa ebenso umfasst wie Hörspiele und Theaterstücke, Zeichnungen und Gemeinschaftsarbeiten mit Musikern sowie Filme und ein Ballett. Umfangreiches Material – darunter viel Unveröffentlichtes aus Jandls Nachlass – dokumentierte die künstlerische Vielseitigkeit des Schriftstellers, ein Begleitprogramm veranschaulichte die vielen spartenübergreifenden Bezüge seines Werkes. Ergänzend realisierte das Österreichische Literaturarchiv eine multimediale DVD, die die komplexen Wechselwirkungen zwischen Jandls Lebens- und Werkgeschichte vor Augen führt.

Kuratoren: Bernhard Fetz (AT), Hannes Schweiger (AT)
Künstler/innen: Performance: Blixa Bargeld, Musik: Dieter Glawischnig, Slam Poetry: Mieze Medusa (A), Autor/innen: Bodo Hell (A), Franz Josef Czernin (A), Ulf Stolterfoht, Jürg Laederach (CH), Marcel Beyer, Urs Allemann (CH), Michael Lentz, Nora-Eugenie Gomringer

Kon­takt

Literaturhaus Berlin

Fasanenstraße 23

10719 Berlin

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