Inmitten von Augsburgs Domviertel gründeten engagierte Bürger/innen in einem renovierungsbedürftigen Betonbau aus den 50er Jahren, der nach längerem Leerstand als standardisierte Flüchtlingsunterkunft vorgesehen war, das „Grandhotel Cosmopolis“. Es bietet zwölf von Künstler/innen gestaltete Hotelzimmer, eine temporäre Heimat für 60 Flüchtlinge, Künstlerateliers und ein Café als Veranstaltungsort und Treffpunkt für die Stadtgesellschaft. Diese Initiative erzeugte deutschlandweit erhebliches öffentliches Aufsehen und erhielt als Modellprojekt bereits etliche Auszeichnungen. Eindrücke von Austausch- und Recherchereisen in die Grenzregionen der EU und nach Nordafrika flossen in eine internationale Konferenz ein, auf der Erfahrungen weitergegeben und künftige Kooperationspartner gewonnen wurden: Welche Chancen und Risiken stecken in dieser anderen Form der Willkommenskultur? Wie viel kreativen Protest braucht eine demokratische Gesellschaft? Die Konferenz bot Rückblick, Reflexion und Anknüpfungspunkte, die dokumentiert und von Ausstellungen, Konzerten, Soundinstallationen, Podiumsdiskussionen und Workshops begleitet wurden. Sie startete mit dem "Summit of Cosmopolis": Verschiedene Initiativen, die eng mit Geflüchteten zusammen arbeiten, trafen sich zu einem großen Netzwerktreffen und tauschten sich aus. Gäste waren u.a. Refugee Impulse Club (Berlin), New Hamburg (Hamburg) und Cucula (Berlin).

Expert/innen und Künstler/innen: Ariane Brennsell, Nayari Castillo (VE), Heidrun Friese, Lukas Houdek (CZ), Daniela Kammerer, Peter Jacob Maltz (IL), Hannah Reich, Dorothee Richter (CH), Bahia Shehab (EG), René Zechlin

Kon­takt

Grandhotel Cosmopolis e.V.

Springergäßchen 5

86152 Augsburg

www.grandhotel-cosmopolis.org