Tagung | 25. bis 27. September 2019

Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9 | 14467 Potsdam

Auf Grund der hohen Nachfrage ist die Tagung bereits ausgebucht.
Eine Anmeldung/Teilnahme ist leider nicht mehr möglich.

Im Anschluss der Tagung werden zeitnah Video-Mitschnitte der Vorträge veröffentlicht.

Die Digitalisierung verändert das Leben in unseren Städten: Sie beeinflusst, wie die Menschen in den nächsten Jahren leben, arbeiten und sich miteinander austauschen werden. Darauf, aber auch auf andere Dimensionen des gegenwärtigen kulturellen Wandels innerhalb der Stadtgesellschaften werden Stadtmuseen reagieren müssen, wenn sie als relevante Kultureinrichtungen und Freizeitangebote wahrgenommen werden wollen. Besucher/innen wollen etwa zunehmend als aktive Nutzer/innen verstanden werden oder Gruppen, die bisher nicht im Museum repräsentiert waren, wollen im Museum beteiligt und berücksichtigt werden. Zudem erwarten die Politik und Museumsträger  von Stadtmuseen, dass sie soziale Aufgaben erfüllen. Um dem komplexer werdenden Alltag und dem sich wandelnden Lebensgefühl in den Kommunen abbilden zu können, sind Stadtmuseen daher gefragt, ihre Sammlungs-, Ausstellungs- und Vermittlungspraxis selbstkritisch zu reflektieren, Kernaufgaben neu zu gewichten und „smarte“ Lösungen für anstehende Herausforderungen zu entwickeln.

Die Tagung wird sich in einem umfassenden Sinn mit dem „smarten Museum“ auseinandersetzen und nicht allein technologischen Entwicklungen und Fragestellungen fokussieren. Folglich sollen diese vor dem Hintergrund des kulturellen Wandels im Zusammenhang mit übergreifenden gesellschaftlichen Themen wie Diversität, Partizipation, Inklusion und Organisationsentwicklung diskutiert werden.

Eine Tagung des Potsdam Museums - Forum für Kunst und Geschichte in Kooperation mit der Kulturstiftung des Bundes.

Programm

Das Vortragsprogramm am 25. und 26. September stellt herausragende Beispiele kommunaler Museumsarbeit vor und möchte den Austausch anregen zu zentralen Zukunftsfragen (nicht nur) für Stadtmuseen.

Der Workshop-Tag am 27. September greift das Veranstaltungsformat der Arbeitstreffen auf, das die Kulturstiftung des Bundes im Fonds Stadtgefährten etabliert hat, und öffnet es für die interessierte Fachöffentlichkeit.

Download Programmflyer

  • 25.09.2019 | 18:30 Uhr

    Keynote | Urbane Öffentlichkeit und Praktiken von Teilhabe: Perspektiven für den Kultur- und Museumsbetrieb.
    Prof. Dr. Gesa Ziemer, Direktorin des CityScienceLab der HafenCity Universität, Hamburg

     

    26.09.2019 | ab 10:00 Uhr

    Old-fashioned oder neu entdeckt? Das Beispiel Freiburg
    Dr. Tilmann von Stockhausen, Leitender Direktor der Städtischen Museen Freiburg im Breisgau

    Ausstellen und verbinden – Die Präsentation des Berliner Stadtmuseums im Humboldt Forum
    Paul Spies, Direktor Stiftung Stadtmuseum Berlin und Chefkurator des Landes Berlin im Humboldt Forum

    Ein Museum für die Hip Hop-Generation? Das StadtPalais als junger Museumsort in Stuttgart
    Dr. Torben Giese, Direktor des StadtPalais – Museum für Stuttgart

    Das Museum als Dritter Ort – Prozess einer Annäherung
    Dr. Katharina Hoins, Kunsthistorikerin, Hamburg
    Felicitas von Mallinckrodt, Kulturwissenschaftlerin, Berlin

    Coding Space
    Andreas Haase, Geschäftsführer von Studio Neue Museen, Halle/Saale und Berlin

    Das Stadtmuseum im 21. Jahrhundert – ein Ort der urbanen Gegenwart und Zukunft?
    Susanne Gesser, Leiterin des Jungen Museums sowie der Bereiche Ausstellung, Vermittlung und Stadtlabor am Historischen Museum Frankfurt

    Smart City Museums Need Smart Solutions
    Prof. Dr. Paul van de Laar, Generaldirektor des Museums Rotterdam und Professor für Stadtgeschichte der Erasmus Universität Rotterdam

     

  • 27.09.2019 | 10:00 bis 12:00 Uhr

    An den Projekt-Tischen stellen die Macher/innen innovative Konzepte kooperativer und teilhabeorientierter Museumsarbeit aus exemplarischen Stadtgefährten-Projekten vor und freuen sich darauf, mit den Tagungsbesucher/innen darüber ins Gespräch zu kommen. Beteiligt sind u.a. folgende Stadtgefährten-Projekte:

    Sportlich auf dem Weg zum Cottbuser Ostsee | Stadtmuseum Cottbus | Tim Köhler, Steffen Krestin | Zum Projekt

    Am Rand wird’s interessant. Anders wohnen im Tübinger Süden | Stadtmuseum Tübingen | Wiebke Ratzeburg und Guido Szymanska | Zum Projekt

    Stadt Land Flucht. Vom Weggehen und Ankommen | Museum Wustrow e.V | Elke Meyer-Hoos, Sarah Bäcker, Irene Kriechbaum | Zum Projekt

    hin und weg. Wohn- und Lebensräume in Ludwigsburg | Ludwigsburg Museum | Dr. Alke Hollwedel | Zum Projekt

    Zeitmaschine Freiheit | Stadtmuseum Memmingen | Regina Gropper | Zum Projekt

    Unter uns? Sinti in Ostfriesland und Leer | Heimatmuseum Leer | Burghardt Sonnenburg, Michael Wagner und Ingo Lindemann | Zum Projekt

    StadtMuseum inklusive: beteiligen – nicht behindern! | Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim | Dr. Bärbel Maul und Steffen Walther | Zum Projekt

    Tatort Lücke | Museum Eberswalde | Birgit Klitzke und Prof. Dr. Jan König | Zum Projekt

    Werne up’n Patt | Karl-Pollender-Stadtmuseum Werne | Dr. Constanze Döhrer und Dr. Katharina Hülscher | Zum Projekt

    Die Projekte wurden gefördert im Fonds Stadtgefährten der Kulturstiftung des Bundes.

  • 27.09.2019 | 13:30 bis 17:00 Uhr

    Die unterschiedliche Workshop-Formate ermöglichen ein praxisorientiertes Kennenlernen „smarter“ Methoden und Anwendungen, die auch für kleinere und mittelgroße Stadt- und Regionalmuseen adaptierbar sind. Aus den unten aufgeführten Themenbereichen können Sie einen der Workshops auswählen (Ausnahme: Im Themenbereich App(ly) the City folgen die Workshops 5A und 5B aufeinenader.)

    Download ausführliche Beschreibungen der Workshops

    > Diversity as an Urban Quality: Intelligente Museumsstrategien für die neue Stadtgesellschaft

    #1: Idil Efe (Stiftung Stadtmuseum Berlin)
    "Sammeln. Erreichen. Repräsentieren. Diverse Wirklichkeiten in der superdiversen Stadtgesellschaft: Diversifizierung museologischer Handlungsfelder"
    180 Minuten, max. 15 Teilnehmer/innen

    > Collect the City: Sammlungskonzepte für die städtische Gegenwart und Zukunft

    #2: Sonja Thiel (freie Kuratorin und Projektkoordinatorin museOn, weiterbildung & netzwerk)
    "Welche Zugänge schaffen wir zu Sammlungen? Partizipative Sammlungsstrategien"
    180 Minuten, max. 12 Teilnehmer/innen

    > Transform the Museum: Kreative Methoden für Innovation im (Stadt-) Museum

    #3: Katharina Knapp (Zentrum für Entrepreneurship der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel), Dr. Henning Mohr (Deutsches Bergbau-Museum Bochum)
    "Museum gemeinsam gestalten. Neue Ideen durch kreative Methoden"
    180 Minuten, max. 12 Teilnehmer/innen

    > Seize the City: Kreative Aneignungen und Umnutzungen des urbanen Raums

    #4: Daniel Parlow (die Urbanisten e.V., Dortmund/Duisburg)
    "Seize the City – spielerische Eroberung, Aneignung und Umdeutung des öffentlichen Raumes durch Urban Games"
    180 Minuten, 6 bis 20 Teilnehmer/innen

    > App(ly) the City: Digitale Anwendungen (nicht nur) für kleinere Stadtmuseen

    #5A: Anna Leiter (Stadtmuseum Landsberg am Lech), Geog Reil, Kelvyn Marte, Michael Ognew (Agentur IXDS)
    "162 ways to die: Das beim Kultur-Hackathon Coding DaVinci Süd ausgezeichnete Projekt mit Daten des Stadtmuseums Landsberg am Lech. Ein Beispiel für digitale Potenziale kleinerer Museen"

    #5B: Dr. Johanna Lohff (Retro-Station Recklinghausen), Christoph Balan, Tobias Seeger und Tim Krämer (Die Verwandlung/Scortex Technologies)
    "Interaktive Bergbau-Welten: Die AR-App des Stadtgefährten-Projekts "Schicht am Schacht". Ein Werkstattbericht"

    Die Workshops umfassen jeweils 60 Minuten, max. 12 Teilnehmer/innen.

    > Play the City: Analoge und digitale Spielansätze für Museum und Stadtraum

    #6: Prof. Dr. Thomas Voit (Fakultät für Informatik der Technischen Hochschule Nürnberg)
    "Wie und womit motivieren uns Spiele? Spielend lernen im Museum und Stadtraum"
    180 Minuten, max. 12 Teilnehmer/innen

    #7:Svenja Anhut (Freelancerin, Berlin)
    "Ortsgebundenes Gamedesign: Spielerische Vermittlung in Museen und im Stadtraum"
    180 Minuten, max. 12 Teilnehmer/innen

    > Virtualize the City: VR / AR Anwendungen im (Stadt-) Museum

    #8: Ronald Liebermann (shoutRlabs Berlin)
    "Multimediaguides für Stadtmuseen selbst erstellen und mit AR/VR erweitern"
    180 Minuten, max. 12 Teilnehmer/innen

    > Map the City: Neu-Erkundungen und Re-Präsentationen des Urbanen Raums

    #9: Katja Ketter, Heike Scharpff (Kanaltheater Eberswalde)
    "Tatort Lücke - Reenactment als Methode historischer Verortung im Stadtraum"
    180 Minuten, 6 bis 20 Teilnehmer/innen

    #10: Dr. Severin Halder (kollektiv orangotango, Berlin)
    "Kollektives kritisches Kartieren als Methode des Dialogs und der Darstellung kritischer Sichtweisen auf den Stadtraum"
    180 Minuten, max. 12 Teilnehmer/innen

Stadt­ge­fähr­ten – Fonds für Stadt­mu­se­en

Mit dem Fonds Stadtgefährten fördert die Kulturstiftung des Bundes Museen mit orts- oder regionalgeschichtlichem Schwerpunkt, die gemeinsam mit den Bewohner/innen vor Ort aktuelle Themen aufgreifen.

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Carl Philipp Nies

Wissenschaftlicher MitarbeiterKulturstiftung des BundesFranckeplatz 206110 Halle (Saale)
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